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Müllentsorgung

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich nun mit Abfällen. das hört sich ja irgendwie witzig an....  Naja, Mülltrennung war ja schon immer selbstverständlich und ist auch manchmal witzig: "Nein, Schatz, Deine Windel ist zwar grad auch irgendwie Verpackung, gehört aber trotzdem in den Hausmüll!!" (lach) .... aber ich stehe dann schon mal nachdenklich vor den gelben Säcken und bin entsetzt. Durchschnittlich  30% des gelben Sackes ist falsch bestückt. Und vieles hätte vermieden werden können, wenn man ehrlich ist. 

Hoch motiviert ging ich letztens in den Supermarkt, kein Plastik sollte im Einkaufswagen zu finden sein!  So leer war eben dieser selten! 

Wieviel Kunststoff verbrauchen wir tatsächlich? Wenn man die vielen Berichte über Plastik verfolgt, wird einem tatsächlich Angst und Bange. Und nun stellt sich die spannendende Frage: Wieviel Müll kann ich persönlich umgehen?

1. Wochenmarkt: regionale Anbieter werden unterstützt. Ausstattung: Korb, Beutel Tupperwaren, Brotbeutel.

2. Supermarkt: einfach mal nachfragen! viele bieten Obst/Gemüsenetze an, um die dünnen Plastktüten zu vermeiden. Käse und Wurst- oder Fleischwaren werden direkt in Deine mitgebrachte Dose gepackt, wenn Du darum bittest. Flaschen statt Tetrapack oder Einwegflasche. 

3. selber machen. Dies ist das umfangreichste Gebiet. 

- Lebensmittel: welche Produkte kann ich eventuell selbst herstellen? (Joghurt, Kräuterquark, Müsli, Brot, Nudeln?)

- Kosmetika: was ist enthalten? Was braucht man tatsächlich? Palmöl? Mikroplastik? Aluminium? Erdölderivate'? Nein Danke!

- Putzmittel: Soda, Natron, Kernseife, Zitronensäure, Spiritus, ... unglaublich, was wir alles mit wenigen Mitteln machen können! Einfach mal googeln...

4. Gemeinschaften: muss jeder einzeln zum Supermarkt / Wochenmarkt fahren? Kann man größere Gebinde gemeinsam ordern? Wir kaufen jetzt 25 kg Säcke Getreide beim Arpshof, einer hat ein Malwerk, einer eine Küchenmaschine und einer eine Nudelmaschine und fertig ist der gesellige  Nudelnachmittag! Ich war wirklich erstaunt, wie ich auf offene Ohren stieß! Das entlastet nicht nur die Haushaltskasse und das Zeitbudget, sondern spart Müll und schafft Gemeinschaft!

Einfach mal Querdenken. Reden. Machen!

In diesem Sinne viel Spaß!!!