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Antje goes öko oder: spare Geld und Müll, streiche Mikroplastik und Palmöl aus Deinem Haushalt

Mann o Mann, wie lange tüddel ich schon an diesem  Blog herum! Je mehr man sich mit Pflanzen beschäftigt, desto mehr Türen öffnen sich. Oder auf so mehr `dumme´ Ideen kommt man ;-)...

In den letzten Monaten habe ich mich privat viel mit Nachhaltigkeit beschäftigt, Müll sparen, Konsum reduzieren, Upcycling, et cetera.

Im Garten habe ich mich mit vermeintlichen Unkräutern angefreundet und verarbeite sie zu Kräuterquark, Brennnessel wird jetzt bei mir nicht mehr gejätet, sondern für entwässernden und wohlschmeckenden Tee geerntet. Zitronenmelisse als Tee oder leckerer Sirup verwertet und Frauenmantel mit seinem natürlichen Progesteronanteil als PMS-beandelnden Tee benutzt, mit Lavendelblüten aromatisiert und beruhigend eingesetzt (wobei ich momentan nur bezüglich des Wassermangels nervös werde), übriggebliebene Blüten und Zitronen werden für Tees oder Potpourries getrocknet (wenn ich genug zusammen habe, weiß ich schon jemanden, der für mich schöne Säckchen näht (sie weiß aber noch nichts von ihrem Glück...Hihi).

Aber das ist ja nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Gartenalltag.

Kurzum, das Thema Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit ist enorm komplex. Ich bin schier erschlagen von dieser Welt der `Gutmenschen´.

Aber ist es tatsächlich ein Spleen einzelner Gruppen oder sitzen wir alle einer Mär von vorgegaukelten Notwendigkeiten auf? 

Das wird auf jeden Fall mein Hauptthema demnächst werden, denn sowohl die Schulmedizin, als auch `wissenschaftliche´ Studien, die Pharma- oder Chemiekonzernen Recht geben, überzeugen mich längst nicht mehr.

Bei all dem Grübeln über den Gelben Sack ist mir vor allem eines aufgefallen: geht man mit Beuteln und Tupperdosen bewaffnet auf den Wochenmarkt (alternativ auf den Arpshof z.B.), komme ich höchstens mit 1-2 Papiertüten für empfindliche Früchte wieder. (wußtet Ihr, dass man eine Papiertüte mindestens 3x benutzen muß, damit sie die gleiche Ökobilanz einer Plastiktüte erhält??????? Natürlich auf Energie bezogen, nicht auf die Plastikproblematik). Der Hauptmüllanteil bei uns zu Hause wird von Putzmitteln und Kosmetika bestritten. Das will ich ändern!

Dementsprechend nächster Step ist die Herstellung von diesen Produkten in der Reihenfolge, in der mir die herkömmlichen Dinge ausgehen (schon größtenteils Naturkosmetik und Ökoputzmittel, aber eben in viel Plastik.).

1. Scheuermilch: bisher immer im Putzschrank, jetzt in meiner French Press. Denn Kaffeesatz eignet sich nicht nur als Dünger, sondern als Scheuermilchersatz, ausser auf dem Ceranfeld. Wer auf Koffein zur Celluitebekämpfung setzt, der kann auch gleich mit Kaffeesatz schrubben.

2. Pflege für Gesicht und Körper. Meine echte Aloe Vera lebt schon lange bei mir und kommt jetzt, wo sie ein entsprechendes Alter erreicht hat, als echter Närstofflieferant (Enzyme, Mineralien, Aminosäuren und Vitamine) nicht nur bei Insektenstichen und Sonnenbrand zum Einsatz, sondern wird regelrecht geerntet:

Ich schneide ein unteres, großes Blatt, lasse es eine Stunde im Glas abtropfen, um das Aloin abtropfen zu lassen, welches die Pflanze vor dem Gefressenwerden schützen soll und die Haut reizen kann. Nach der Stunde wird der unterste Zentimeter auch entfernt. Nun kann ich das gelartige Fleisch von dem flach durchgeschnittenen Blatt abkratzen und direkt verwenden oder im Schraubglas 1 - 2 Wochen lagern.

als ölige Komponente kann ich direkt nach dem Aloe Vera Kokosöl oder ein anderes pflanzliches Öl wie Mandel- oder Erdnuss- oder Olivenöl auftragen. Fertig. Solltet Ihr Interesse an einer echten Aloe Vera haben, besorge ich sie Euch gerne.

3. Flüssigseife: da scheiden sich die Geister auch in der Familie... Das ist ja eigentlich nur mit Wasser angesetzte Seife! sicherlich hygienischer ist ein Seifenspender, allerdings halte ich mehr von ´Durchseuchen´ als von batteriebetriebenen Desinfektionsseifen im Gäste-WC... und so kann man einfach vieles mit dem Seifenstück ersetzen. Ich statte mich gerne mit wohlriechenden Seifen im Hauptbahnhof in Drestedt aus: 

vegan, palmölfrei, fairer Handel und plastikfrei, regional. Mehr geht ja wohl kaum. (Bahnhofstraße. 23, www.hauptbanof-drestedt.de)

4. Körperpflege: Es ist ja schon fast zu einfach. Direkt nach dem Duschen Mandelöl oder Kokosöl oder Sheabutter auftragen. Da gibt es natürlich auch zu bedenken, dass das Öl von sehr weit her importiert wird... einfach mal ausprobieren, welches Öl Euch auch geruchstechnisch zusagt. Ansonsten gibt es herrliche ätherische Öle bei Vegaroma in Kakensdorf. Damit kann man  seinen Lieblingsduft in Körperöl, Seife etc. mischen. 

Der Witz ist, dass selbst bio hier billiger ist, als fertige Drogerieprodukte! 

Also einfach mal experimentieren und schon mal Spender und Gläser aufheben!