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Unkraut einmal positiv betrachtet

Ach, was sind wir genervt, jäten, jäten und dann wieder von vorne! Nicht nur unsere Lieblingspflanzen wachsen und gedeihen, sondern auch allerhand Wildkraut.

Bevor Ihr jetzt am Wochenende vor Frust gar nicht mehr in den Garten schauen mögt, hab ich mal einige Verwendungsmöglichkeiten zusammengestellt, so wird aus dem unliebsamen Ausmerzen eine Ernte! Denn: Tadah! Es handelt sich hierbei um Superfood! Und Dünger! Und Pflanzenschutzmittel! Hört sich doch gleich viel besser an, oder? Also in Zukunft Smoothies statt Mülldeponie...

Bevor Ihr jedoch gleich alles annagt, sei gesagt, dass meist nur die zarten Blätter schmecken, nicht das alte Zeugs. Aber mehr dazu in bei den einzelnen Pflanzen.

 Und dann leckeren Wild-Kräuter-Quark mit Blick in den Garten genießen... :)

Giersch: frische Triebe als Salat zur Entschlackungskur, ältere Blätter sind wie Petersilie zu verwenden. Blüten gerne als zarte Wildblume im Strauß! Er hat viel mehr Mineralstoffe und Eiweiß als Grünkohl!

Vogelmiere: in Japan hoch geschätzt als wertvolles Kraut, alle oberirdischen Pflanzenteile sind essbar und schmecken lecker als Salat, im Kräuterquark , auf Kartoffeln oder wie Spinat gekocht. Es hat viel Vitamin A und C, Magnesium, Kalium, Kalzium, Eisen. Sie wird in der Naturheilkunde ebenso gern gesehen wie in Naturkosmetik. Sie ist Anzeigerpflanze für Stickstoff. Also habt Ihr genug davon gedüngt.

Brennnessel: zeigt an, daß Ihr einen Nährstoffreichen Boden habt. Daher ist Brennnessel auch ein super Dünger, den Ihr nach dem Jäten einfach liegen lassen könnt, es seie denn, Ihr verwendet sie zart als Kraut in der Kräuterbutter, als Tee, oder als Jauche. 

Knoblauchsrauke: hat ein mildes Knoblaucharoma und kann als Pesto ebenso wunderbar verwendet werden wie als Salat. Die Wurzel kann wie Meerrettich gerieben und verwendet werden. 

Wirkt zerrieben entzündungshemmend auf der Haut, so z.B. bei Insektenstichen.

Löwenzahn: Ist tatsächlich nicht nur was für Kaninchen. Essbar sind alle Teile der Pflanze. Junge Blätter im Salat oder im Smoothie, Blüten als essbare Dekoration oder für Sirup, die Wurzel als Kaffeeersatz.

Wegerich: Spitz- und Breitwegerich sind ähnlich in Wirkung und Geschmack. Als Salat oder zerrieben als natürliche Hilfe bei Juckreiz nach Insektenstichen oder Brennesselkontakt. Auch als Hustensirup zu verwenden, wenn die Apotheke schon zu hat.

Gestatten, Gundermann: als wilde Petersilie zu verwenden und hilft gegen schleimbildende Krankheiten. Blüht blau.

Franzosenkraut: Enthält die meisten Mengen an Eisen, sehr reich an Vitaminen und Spurenelementementen. Als Salat, Pesto oder im Smoothie. Sonst eben als Dünger liegen lassen...

Schachtelhalm: Da gibt es den essbaren Ackerschachtelhalm und den GIFTIGEN Sumpfschachtelhalm. Schmeckt eh nicht, aber als Pflanzenschutz bei Pilzinfektionen gut zu verwenden: zwei Hände voll in einen wassergefüllten Eimer geben und 2-3 Wochen ziehen lassen. dann pur auf die betroffenen Pflanzen sprühen. (kleiner Tipp: nicht in der Nähe von Sitzplätzen ziehen lassen! Stinkt!!!

PS: Die Bilder stammen natürlich NICHT aus meinem Garten! ;-)