· 

Bienenfreund

    • Summm, summm, summ,...
    • Dieses Jahr möchte ich mein Augenmerk nicht nur auf Vögel, sondern auch auf Bienen richten.
    • Zusammen mit einem Imker aus Buchholz werden wir die Bienen durch den Frühling und Sommer begleiten, Pflanzen besprechen, die ihnen zuträglich sind und schließlich den Honig ernten, den Ihr dann auch werdet kaufen können. Quasi selber mit geerntet... :-)
    • Das Insektensterben wird ja vielerorts besprochen und man merkt es im eigenen Garten, daß es nicht mehr summt und surrt wie noch zu Kindertagen. Nur die Mücken sind scheinbar omnipräsent...
    • Vielleicht fragt man sich nun, was man selbst tun kann, um seinen Beitrag zu leisten. Zunächst ist ja vor allem die Monokultur der Agrarwirtschaft schuld. Dumpingpreise, Exportorientiertheit der Politik, Großkonzerne mit ihrer Macht, Einsatz von bienenschädlichem Spinosad, Subventionen nach dem Gießkannenprinzip und Massentierhaltung führen zunehmend zu einer Reduzierung der Biodiversität. Die Mühlen der Politik mahlen langsam und nach überwiegend wirtschaftlichen Gesichtspunkten ohne ökologischen Weitblick. Deshalb kann man nur bei sich selbst anfangen und zum Einen Bioprodukte bevorzugen, soweit dies möglich ist. (Dabei will ich nur peripher darauf eingehen, dass Bio und Bio auch ein meilenweiter Unterschied ist. Da sind Bioland und erst recht Demeter weitaus strenger, als Bio im EU-Sinne. Dass das Schindluder mit Bio so weit getrieben wird, dass im Supermarkt das Biogemüse extra in Kunststoffschale und Folie versiegelt angeboten wird, ist ja auch bezeichnend. Da kann ich dann nur auf Alternativen wie zum Beispiel den Arpshof verweisen...und dass Möhren mit Erdpatina länger frisch bleiben als die gewaschenen ist ja auch schön!)
    • Zum Anderen können wir das Stückchen Land, das wir selbst bewirtschaften, vielfältig und ökologisch wertvoll gestalten.
    • Selbstredend sind Thujahecke und Kirschloorbeer zwar sichtschutzmäßig top, aber ökologisch gesehen weit weniger wertvoll als eine Trockensteinmauer (eher einer Betonmauer gleich zu setzen)!
    • Ich verstehe, daß es schwer fällt, die Geduld aufzubringen, bis eine vielseitige Heckenbepflanzung den gewünschten Schutz vor neugierigen Blicken aufweist (Ich wohne auf einem Eckgrundstück am Wanderweg, und kenne mittlerweile eine Menge Walkingbegeisterte persönlich). Jedoch verspricht die Zukunft nicht nur einen jahreszeitlich wechselnden Anblick, sondern auch zunehmend mehr Blüten und Früchte für Bienen und Vögel.
    • Zunächst einmal die Bienen und Hummeln...
    • Sie finden im Sommer einen Überfluss an Nahrung, doch im Frühjahr und Herbst eher wenig. Daher macht es Sinn, dementsprechend frühblühende Sträucher anzupflanzen, die ihnen helfen, sich nach dem Winter wieder zu vermehren.
    • Dazu gehören Sal-Weide, Haselnuss, Mahonie, Hartriegel, Ginster (welch ein Duft!), Felsenbirne oder Blut-(/Zier-)Johannisbeere. Sie blühen früh, oft schon zu Ostern und schenken nicht nur uns einen ersten Ausblick auf das Frühjahr, sondern sind eben auch für die ersten Bienen und Hummeln die Nahrung, die sie dringend brauchen.
    • Eigentlich werden die Sträucher am besten schon im Herbst wurzelnackt in die Erde gebracht, doch sobald jetzt das Frühjahr endlich wieder den Boden öffnet, können Pflanzen im Container genauso gut gesetzt werden. 
    • Schaut doch mal, ob es nicht noch Plätzchen in Eurem Garten gibt, wo Ihr noch was Schönes unterbringen könnt!